Verfolgungspfad
Deutlich „nein“ sagen
Stiftung Overdyck schult Kinder aus der Diagnosegruppe gegen Gewalt und sexuellem Missbrauch
Pressemitteilung vom 31.08.2010
„Mut tut gut“, heißt das Projekt, an dem Kinder aus der Diagnosegruppe Mullewapp der Stiftung Overdyck teilnahmen. Darin ging es vor allem darum, den Kindern Möglichkeiten zu zeigen, wie sie sich aktiv vor Gewalt oder sexuellem Missbrauch schützen können.
„Das tut jedem Kind gut“, ist sich Mitarbeiterin Nicole Hülsewig sicher. „Die Kinder lernen auf spielerische Art und Weise, deutlich nein zu sagen und anderen ihre Grenzen aufzuzeigen.“ Mit Rollenspielen, Handpuppen und Partnerarbeiten wurden die Kinder für Gefahren sensibilisiert und lernten, wie sie mutig für ihre Rechte eintreten können.
Sechs Kinder im Alter von acht und neun Jahren nahmen an dem dreitägigen Training teil. „Wichtig ist, dass die Kinder lernen, ihrem Gefühl zu vertrauen und wissen, wie sie mit Ängsten richtig umgehen können“, sagt Nicole Hülsewig. In nachgespielten Alltagssituationen probten die Kinder, was sie beispielhaft erwidern können, wenn sie jemand zum Mitgehen auffordert oder Geschenke verspricht. Die Kinder waren mit voller Begeisterung dabei.
Die Diagnosegruppe „Mullewapp“ im Bochumer Süden bietet neun Plätze für Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren, die wegen einer Krisensituation derzeit nicht bei ihrer Familie leben können. Das Team besteht aus sechs Mitarbeitern unterschiedlicher Professionen – darunter Heilpädagogen, Motopäden und Erzieher. „Mut tut gut“ ist ein Projekt für Kinder und Jugendliche, das Pädagogen von preventi realisieren.
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FÖRDERKREIS DES EV. KINDER- UND JUGENDHEIMES OVERDYCK e.V.
Pressemitteilung vom 31.08.2010
Der Förderkreis des Ev. Kinder- und Jugendheimes OVERDYCK hielt Ende August seine Jahresmitgliederversammlung ab. Dabei kam vor allem die vielfältige und gute Arbeit des bekannten Heimes zur Sprache. Betreut werden nicht nur Jugendliche in zwei Jugendschutzstellen, mehreren Wohngruppen und der Notschlafstelle, Kinder in einer Diagnosegruppe und Sozialpädagogischen Lebensgemeinschaften, sondern auch Jugendliche, Familien und Alleinerziehende in ambulanten Wohnformen. Darüberhinaus gibt es drei OGS-Angebote und den Internationalen Mädchentreff in Wattenscheid.150 stationäre und eine Vielzahl ambulanter Betreuungsplätze stehen zur Verfügung. Die Arbeit findet dezentral an verschiedensten Plätzen auch außerhalb Bochums statt.
Der Förderkreis seinerseits unterstützt die Arbeit der Heimleitung und kümmert sich um die Förderung von Aufgaben, die nicht aus dem behördliche gespeisten Pflegesatzbudget bezahlt werden können.
Und das ist eine ganze Menge: Aktivitäten zur Stärkung des individuellen Selbstwertgefühls, vor allem im sportlichen Bereich, musikalische Einzelförderung, Nachhilfeunterricht, Zuschüsse zur Gestaltung des Wohnumfeldes, für Ferienmaßnahmen oder Klassenfahrten, Gruppenfeste und vieles andere.
Der Vorstand wurde neu gewählt: Als Vorsitzender fungiert nun Prof. Dr. Christian Uhlig neben Dr. Bärbel Trebst (stv. Vorsitzende), Marlis Strauß (Schatzmeisterin) und Martin Kompa (Schriftführer).
Der bisherige Vorsitzende Dr. h.c. Ernst-Albrecht von Renesse zog sich in die 2. Reihe als stv. Vorsitzender zurück. Ihm wurde für seine engagierte Arbeit in den letzten Jahren herzlich gedankt.
Der Förderkreis ist offen für interessierte neue Mitglieder und natürlich auch für Spenden
Tel. 0234/701929).
Vorsitzender: Prof. Dr. Christian Uhlig
Virchowstr. 46, 44801 Bochum, Tel. 0234/701929; Fax 0234/7090735; E-Mail christian.uhlig@rub.de
Spendenkonto Nr. 46 310 207, Sparkasse Bochum (BLZ 43050001)
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Sommerfest 2010
Alle Jahre wieder veranstaltet der Förderkreis Overdyck ein Sommerfest für Mitarbeiter und Bewohner.
Auch in diesem Jahr bei strahlendem Sonnenschein unter fachkundiger Anleitung auf dem Gelände der GoActive Beachsport-Halle in Witten.
In mehreren Gruppen wurden alte und neue Ballspiele durchgeführt. Gemeinsames Tun und der olympische Gedanke standen im Vordergrund.
Über 170 Teilnehmer waren angemeldet.
Groß und Klein hatte Spaß. Neben dem sportlichen Aspekt wurden die bunt zusammengestellten Gruppen auch dazu genutzt, sich kennen zu lernen im gemeinsamen Tun.
So blieb am Ende die Siegerehrung und die dringende Bitte an den Förderkreis, im kommenden Jahr wiederum ein so tolles Fest zu ermöglichen.
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Multikulifest 2010 – bei den Schachtzeichen
Im Ambulanten Jugendhilfezentrum Süd geht es vor allem um die Arbeit mit den Familien. Darüber hinaus bemühen wir uns um die vielfältigen Kontakte im Sozialraum. Dabei geht es oft um die Teilnahme an Sitzungen und Arbeitskreisen. Da ist es schön, dass in Querenburg jährlich das Multikuli-Fest durchgeführt wird. Vereine, Institutionen und Gruppierungen der verschiedenen Kulturen bieten Kulinarischen, Mitmachaktionen, Musik und Tanzdarbietungen dar. In diesem Jahr unter den gelben Ballons der Aktion Schachtzeichen.
Die Kinder hatten Spaß an der Schminkaktion und dem Ballonzauber des Ambulanten Jugendhilfezentrums. So macht „Miteinander gestalten“ Spaß.
Eines ist klar: Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!
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Spenden für Notschlafstelle
Am 13.03.2010 fand im Sportstudio THE BASE in Gelsenkirchen eine Zusammenkunft der besonderen Art statt. Gemeinsam trafen sich Schüler und Instruktoren verschiedener lokaler Schulen um miteinander für einen guten Zweck zu trainieren. Aus Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen, Lünen und Witten kamen rund 50 Praktizierende des Selbstverteidigungssystems Krav Maga zusammen.
Die Mitglieder der German Krav Maga Federation sammelten 530€ für das Angebot der Notschlafstelle „SchlafAmZug“ in Bochum.
Die Zielgruppe des Angebotes der Notschlafstelle sind Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 21 Jahren, die ihren Lebensmittelpunkt auf die Straße verlegt haben, da sie in ihrer Familie oder Betreuungseinrichtungen die Konflikte als zu belastend empfunden haben. In vielen Fällen lassen sich diese Jugendliche durch herkömmliche Angebote der Jugendhilfe nicht mehr erreichen.
Das Angebot der Notschlafstelle ermöglicht in erster Linie die Sicherheit basaler Bedürfnisse. Zur Gewährleistung der Grundversorgung erhält der Jugendliche neben der Übernachtung ein warmes Abendessen und ein Frühstück. Es besteht die Gelegenheit zum Duschen und zum Waschen der eigenen Wäsche. Um den Grundbedarf an Kleidung zu decken, steht den Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine, zum größten Teil aus Spenden bestückte, Kleiderkammer zur Verfügung. Der Schlafplatz wird ohne Bedingung vergeben. Die Grundvoraussetzung der Aufnahme ist die Freiwilligkeit. Jugendliche kommen aus eigenem Antrieb und können die Einrichtung jederzeit wieder verlassen. Für die Jugendlichen entstehen keine Kosten, wenn sie aufgenommen werden. Die aufgenommen Jugendlichen müssen für die Dauer ihres Aufenthaltes insbesondere zwei Regeln akzeptieren: Verzicht auf jede Art von Gewalt und Verbot des Drogenkonsums/-Handels in der Notschlafstelle
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20 Jahre für Overdyck
Heimleiterin Petra Hiller feiert rundes Dienstjubiläum
Seit 1. Januar 1989 arbeitet Petra Hiller beim Ev. Kinder- und Jugendamt Overdyck, seit 1991 als Heimleiterin. Grund für Overdyck, zum runden Dienstjubiläum zu gratulieren und – in Anekdoten – auf die Jahre zurück zu blicken . Vorstand Peter Scheffler würdigte die Fähigkeit Frau Hillers, Neues zu denken, und Konzepte zu entwickeln und konstatierte eine hohe Fachlichkeit gepaart mit betriebswirtschaftlichem Know-How.
In den Jahren in denen Petra Hiller Overdyck leitet, hat das Jugendheim viele Wandlungen durchgemacht. Der Bereich der Individualmaßnahmen wurde ebenso neu geschaffen wie die Offenen Ganztagsschulen, der Ambulante Dienst konzeptionell umgebaut , in Kooperation mit ViA Bochum die Ambulanten Jugendhilfezentren eingerichtet und das Internationale Mädchentreff eröffnet sowie Wohngruppen in Lünen und Marl gegründet. Eine Konstante war und ist die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Bochumer Jugendamt, das die Arbeit Overdycks sehr schätzt.
Als Heimleiterin ist Petra Hiller außerdem für die Schutzstellen und die Notschlafstelle zuständig. Sie ist Diplom-Sozialpädagogin, ausgebildete Supervisorin und systemische Familienberaterin. Berufsbegleitend hat sie das Studium zur Diplom-Sozialwirtin und den Master im Sozialmanagment abgeschlossen.
Das Ev. Kinder- und Jugendheim arbeitet dezentral in der Jugendhilfe und beschäftigt heute insgesamt 160 Mitarbeiter in stationären und ambulanten Aufgabengebieten in Bochum und Westfalen.
Bochum, 13.01.2010
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- Bild zur Einweihung: Berit Schönwiesner (Mitarbeiterin Mädchentreff), Hermann Gnade (Geschäftsführer ViA Bochum), Petra Hiller (Leitung Ev. Kinder- und Jugendheim Overdyck), Peter Scheffler (Vorstand Overdyck) und Paulina Kowalczyk (Leitung Mädchentreff)
Internationaler Mädchentreff soll Integration fördern
Gemeinsam mit ViA Bochum hat die Stiftung Overdyck den ersten Internationalen Mädchentreff in Bochum-Wattenscheid offiziell eingeweiht.
Seit der Eröffnung vor einem halben Jahr kommen jeden Tag etwa 20 Mädchen in den Treff. Davon haben etwa 85 Prozent einen Migrationshintergrund – vor allem aus Afrika, der Türkei oder Süd- und Osteuropa. „Ziel ist es, zur Integration dieser Mädchen mit Zuwanderungsgeschichte beizutragen“, umreißt Petra Hiller, Leiterin des Ev. Kinder- und Jungendheims Overdyck, das Projekt. Damit die Mädchen auch in den Treff kommen können, dürfen sie ihre jüngeren Geschwister, wenn sie auf sie aufpassen müssen, mitbringen.
„Der Treff ist ein Schutzraum für Mädchen, zu dem Jungen keinen Zutritt haben“, erklärt Hermann Gnade, Geschäftsführer von ViA Bochum e.V. Neben einem Café gibt es im Mädchentreff Angebote in Kultur, Freizeit und Bildung, wie etwa Bewerbungstrainings, Sportkurse und Angebote zur Gesundheitsförderung zu Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung. Aber auch Berater stehen den Mädchen zur Seite, um bei Problemen schnell eine Lösung zu finden.
Im Fokus des offenen Treffs steht es, Mädchen jeder Nationalität zwischen 11 und 21 Jahren durch Konflikte, die durch das Aufwachsen in verschiedenen Kulturen entstehen, zu begleiten und das Selbstbewusstsein zu stärken. Sozialpädagogin Paulina Kowalczyk, die den Treff gemeinsam mit Berit Schönwiesner leitet, möchte die Mädchen und jungen Frauen darin unterstützen, ihren Lebensweg zu finden.
Eröffnet wurde der Treff bereits am 15. Juni von der Stiftung Overdyck gemeinsam mit ViA (Verein für Integrative Arbeit Bochum e.V.). Er ist in der Freiheitsstraße 7 in Bochum-Wattenscheid in der Regel von Sonntag bis Donnerstag von 15 bis 20 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten können in den Sommer- und Wintermonaten variieren.
Im kommenden Jahr wird der Mädchentreff mit der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule und der Hauptschule Wattenscheid-Mitte ein Projekt zu internationalen Mädchenfreundschaften starten.
Bochum, 10.12.2009
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190-jähriges Jubiläum des Ev. Kinder- und Jugendheims Overdyck
"Entwicklungsverantwortung endet nicht mit dem Jubiläum. Sie dürfen sich nicht zur Ruhe setzen“, sagte Dr. Joachim Merchel vom Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster in seinem Jubiläumsvortrag. Heute arbeitet Overdyck auf dem aktuellen Stand der Pädagogik und „ist in der Fachszene sehr geschätzt.“ In der Jugendhilfe seien heute lebendige Einrichtungen gefragt, die auch auf neue Rahmenbedingungen passende Antworten finden.
Auf den Tag genau 190 Jahre ist es her, dass Graf Adalbert von der Recke-Volmerstein in Bochum-Hamme das Ev. Kinder- und Jugendheim Overdyck gründete. „Die Rettungsanstalt wollte 1819 das Überleben von verwahrlosten und verwaisten Kindern sichern – dazu gehörte vor allem ein Dach über dem Kopf, Kleidung, Schule und religiöse Erziehung“, sagte Peter Scheffler, Vorstand des Ev. Kinder- und Jugendheims, zur Eröffnung der Jubiläumsveranstaltung vor etwa 100 Gästen.
Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz dankte den Mitarbeitern Overdycks für ihren Einsatz, Kinder und Jugendliche auf das Beste zu fördern und für die verantwortungsvolle Aufgabe, sich auf die Probleme der Kinder und Jugendlichen einzulassen. Kurt Mittag, Kuratoriumsvorsitzender Overdyck, sah das Jubiläum mit gemischten Gefühlen. Zum einen freute er sich über das langjährige Bestehen des Kinder- und Jugendheims, gab aber gleichzeitig zu bedenken, dass wachsende gesellschaftliche Probleme die Einrichtung weiterhin notwendig machen.
Auch in der Zukunft steht das Ev. Kinder- und Jugendheim Overdyck – und die Jugendhilfe generell – vor Herausforderungen: Prof. Dr. Joachim Merchel nannte vor allem, die Erfolge der Pädagogik zu evaluieren – um die Angebote nach innen weiter zu entwickeln und nach außen zu rechtfertigen.
Merchel mahnte an, dass die Abstimmung zwischen Jugendhilfe, Schulen, Gesundheitsdiensten und Justiz verbessert werden müsse, damit Projekte zum Kinderschutz, wie etwa die Frühen Hilfen, gelingen können. Ein Schlagwort, das in der Zukunft noch an Bedeutung in der Jugendhilfe gewinnen wird, ist die Sozialraumorientierung. Es bedeutet, in einem Stadtteil auf die schon bestehenden Angebote einzugehen und diese noch besser miteinander zu verknüpfen. Auch die Arbeit mit der Familie, aus der die Kinder und Jugendlichen kommen, wird immer wichtiger werden. „Denn Heimerziehung ist nicht mehr auf Dauer angelegt, sondern hat eine Rückkehr in die Familie zum Ziel.“
Das Ev. Kinder- und Jugendheim arbeitet seit 190 Jahren mit ambulanten und stationären Angeboten dezentral in der Kinder- und Jugendhilfe in Bochum und Westfalen.
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- Mit alkoholfreien Cocktails stießen die Jugendlichen mit Sabine Napieralla (an der rechten Tischseite, dritte von rechts), Dominika Rudnick, Area Manager Marketing für die Marriott Hotels im Ruhrgebiet, (stehend links) und Overdyck-Leiterin Petra Hiller .
Schlittschuhlaufen im öffentlichen Leben
23.10.2009
14 Jugendliche der Stiftung Overdyck feierten den Abschluss eines Kniggekurses in Fünf-Sterne-Restaurant
14 Jungen und Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren haben einen Kniggekurs absolviert und den Abschluss am Montagabend angemessen im Restaurant „Sutherland“ des 5-Sterne Renaissance Bochum Hotel gefeiert. Seit 15. September haben die Jugendlichen aus der Stiftung Overdyck jede Woche etwas über die Umgangsformen dazugelernt. So waren sie auf den Abschlussabend in Anzug und Abendkleid gut vorbereitet.
„Ich bringe den Jugendlichen das Schlittschuhlaufen im öffentlichen Leben bei. Für die Kür sind sie selbst verantwortlich“, sagt die Knigge-Trainerin Sabine Napieralla, die den Kurs leitete. Dabei geht es ihr um die grundsätzlichen Umgangsformen, nicht um die Etikette. „Das Miteinander ist zentral“, sagt die gebürtige Bochumerin. Gemeinsam mit den Jugendlichen klärte sie Fragen, die das äußere Erscheinungsbild betreffen, zum Beispiel zu Frisuren, Make-Up oder Tätowierungen. Eine weitere Unterrichtseinheit beschäftigte sich mit dem Einmaleins der Kommunikation mit der richtigen Begrüßung, der Anrede, wie man sich vorstellt und wann man das Gegenüber duzt oder siezt.
Die Jugendlichen haben an vier wöchentlichen Terminen einen ersten Einblick in die Umgangsformen erhalten. Sabine Napieralla hat dabei auf Beispiele aus den Erzählungen der Jugendlichen zurückgegriffen und daran Umgangsformen erklärt. Die Knigge-Trainerin möchte dabei sensibilisieren, Überzeugungsarbeit leisten und wünscht sich, dass die Jugendlichen das Gelernte verinnerlichen. „Sie werden merken, es hat einen positiven Einfluss.“ Sabine Napieralla gibt seit zwei Jahren Seminare für Jugendliche. Den Abschlussabend im Restaurant ermöglichen Spendenmittel, das Engagement des Förderkreises Overdyck und das Renaissance Bochum Hotel
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Endlich Ferien am Meer
Aktion Meeresbrise der Stiftung Overdyck macht für zehn Familien aus der Hustadt einen Urlaub möglich
Einmal Ferien am Meer – dieser Wunsch wurde mit der Aktion „Meeresbrise“ für 11 Familien aus dem Bochumer Süden Wirklichkeit. Ein Wochenende – vom 2. bis zum 4. Oktober – verbrachten 39 Eltern, Kinder und Mitarbeiter der Stiftung Overdyck auf der Nordseeinsel Juist. Organisiert hat die Aktion das Ambulante Jugendhilfezentrum Süd (AJS) des Ev. Kinder- und Jugendheims Overdyck und ViA Bochum e.V..
„Die Familien sollten einmal Zeit miteinander verbringen und sich austauschen können“, erläutert Martin Kompa, Leiter des AJS den Hintergrund der Fahrt. Aber am wichtigsten war es aber, den kilometerlangen Strand, Wind, Meer und Sonne zu genießen, Drachen steigen zu lassen oder Muscheln zu sammeln. „Das ist für die Familien, die uns täglich in der Arbeit begegnen, nicht selbstverständlich.“
Das Wetter sorgt dafür, dass die Reise auch abenteuerlich wurde. Bei Windstärke Acht türmten sich die Wellenberge bei der Fährfahrt zur autofreien Insel und bei Strandspaziergängen.
Dass die Fahrt stattfinden konnte, ist vor allem Kollektenmitteln, der Bürgermeisterin Gaby Schäfer und dem Lions-Club Hellweg zu verdanken. Die Familien zahlten lediglich einen Unkostenbeitrag.
Bochum, 7. Oktober 2009