Verfolgungspfad
Jugendschutzstelle/Diagnose- und Clearinggruppe Mädchenschutzstelle
Die beiden Gruppen bieten Aufnahme von Kindern und Jugendlichen in akuten Not- und Krisensituationen.
Darüber hinaus können in der Jugendschutzstelle und der Mädchenschutzstelle Diagnose und Clearing in Auftrag gegeben werden.
Dies beinhaltet die Abklärung der Gesamtsituation und Entwicklung einer geeigneten Lebensperspektive.
Diagnose- und Clearingkonzept
Der gezielte Einsatz von sozialpädagogischen Fachkräften, die nicht in das familiäre System eingebunden sind, ermöglicht neue Perspektiven. Diagnostik meint in diesem Zusammenhang eine Momentaufnahme der aktuellen Situation, die mit Hilfe unterschiedlichster Methoden sichtbar gemacht wird.
Wir arbeiten mit einem differenzierten Methodenkanon, welcher individuell an die jeweilige Bedarfs- und Auftragslage angepasst wird. Dies können zum Beispiel sein:
- Erstellen sozialpädagogischer Diagnose nach der Methode von Prof. Dr. Klaus Mollenhauer und Uwe Uhlendorff
- Klärung des Überweisungskontextes (welche bisherigen Lösungsversuche gab es mit welchem Erfolg) in Familiengesprächen, Interviews usw.
- Klärung von Erziehungsstilen und Verhaltensmustern (z.B. durch Verhaltensbeobachtung)
- biographische Interviews
- Erstellen einer Ressourcenkarte
- Klärung von Wünschen und Vorstellungen durch Einzel- und Familiengespräche
- standardisierte Beobachtungsbögen
- Darstellung der familiären Beziehungen durch Erstellen eines Genogramms oder Soziogramms
- zirkuläres Fragen
- diagnostischer Elternfragebogen
Beide Diagnose- und Clearinggruppen erhalten im Rahmen von Fallsupervision Begleitung durch einen Kinder- und Jugendpsychiater. Darüber hinaus besprechen die Teams die Situation von betreuten Jugendlichen im Rahmen von Fallbesprechungen mit der Heimleiterin (systemische Ausbildung und Supervisionsausbildung). Zum Ende des diagnostischen Auftrages kann im Bedarfsfall ein differenzierter Bericht erstellt werden.
Ansprechpartner
Petra Hiller
Heimleitung
Tel:0234-9133 156
Fax:0234-9133 4156