Sprüche und Gedichte

Dies sind Gedichte, die Mädchen in ihrer Zeit in der Mädchenschutzstelle geschrieben haben und Sätze, mit denen sie sich in unserem „Gästebuch“ verewigt haben - wir wollen euch daran teilhaben lassen:

Overdyck

Es war kein Fehler. Es war, was ich brauchte. Eine Auszeit. Eine sehr wichtige.
J., 2007

Ihr habt mir gezeigt, dass das Leben doch schön sein kann und ich nicht so ein schlechtes Mädchen bin, wie ich immer gesagt und gedacht habe. Ihr habt mir Kraft und Mut für meinen weiteren Weg gegeben.
M., 2009

Ihr habt mir sehr geholfen, wieder Ordnung in meinem Kopf zu schaffen…
R., 2011

Overdyck

Die Nacht
Ganz viele kleine hellleuchtende Punkte,
mittendrin ein leuchtendes, strahlendes,
rundes, dickes Gesicht.
Es lacht.
Im Hintergrund die schwarze Leere.
Schatten im Licht des Mondes bewegen sich von dem eisigen Wind, der durch die Stille und Einsamkeit dringt.
Aus weiter Ferne hört man den Gesang des Meeres.
Leise rauscht es.
Die Luft riecht nach Salz.
Ich setzte mich auf den weichen Sand und denke nach.
So schwarz und stürmisch ist auch das Leben.
Das Wasser kämpft mit den grauen, großen Felsen, doch es verliert.
Ich schlafe ein und träume von den Sternen die so wunderbar leuchten.
S., 2001

Als ich hierherkam, konnte ich mich erst nicht an eure Regeln halten, da ich vorher nie welche gehabt habe. Daher habe ich am Anfang weiterhin mein eigenes Ding durchgezogen, ohne an die späteren Folgen zu denken...Erst durch euch habe ich gemerkt, dass es Regeln im Leben gibt, an die man sich halten muss – auch, wenn sie einem mal nicht gefallen sollten.
K., 2010

Wenn ich zurückschaue. Hatte ich eine echt krasse Zeit hier. Positiv, aber irgendwie auch negativ. Ich hab hier viel geweint, doch ihr wart immer für mich da.
K., 2011

Overdyck

Zu Spät
Wenn es ihr schlecht geht
Zieht sie sich zurück,
wird immer einsamer
und redet kaum noch mit Jemandem.
Doch alles passiert innerlich!
Doch nach außen lässt sie sich nichts anmerken.
Sie will nicht, das andere sehen oder merken,
das es ihr schlecht geht.
Irgendwann ist ihr auch das egal,
dann hat sie nicht mehr die Kraft
all das zu überspielen,
die Maske aufzusetzen
und so zu tun, als wäre alles in Ordnung.
Denn die Maske
Wird mit der Zeit immer schwerer
Doch das merkt sie nicht.
Erst ganz plötzlich,
wenn es fast schon zu spät ist.

Sabrina 2001

Danke für die Freundlichkeit. Für das Verständnis. Für die Unterhaltungen.
E., 2011

Mein neues Motto habe ich in Jaspis gelernt: „Sei immer tolerant und respektiere alle Menschen ob schwarz oder weiß“.
S., 2006

Overdyck

Warten auf die Zeit der Erlösung
Ich sitze hier an meinem Platz
Und habe Langeweile.
Ich sitze hier an meinem Platz
Und denke nach
Über Menschen die mir wichtig sind,
und über meine Zukunft.
Ich sitze an meinem Platz
Und denke nach, wie es weiter geht.......
.....Ich wünsche eines Tages käme ein Vogel angeflogen
und flüstert mir ins Ohr:
„du bist frei, geh in die weite Welt, du bist frei,
lerne Menschen kennen und verliebe dich !“
Aber so ist es nicht,
also lebe ich in Gedanken weiter
und hoffe auf Erlösung!!!!!!
S., 2002

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