Das spezifische Regelwerk

In den Regeln des Zusammenlebens geht es vor allem um die Beteiligung der Jugendlichen und die Grenzen innerhalb des Zusammenlebens.  In den verschriftlichten Gruppenregeln sind die wichtigsten Vereinbarungen über Rechte und Pflichten aufgestellt. Während des Aufnahmeverfahrens werden die Jugendlichen mit den jeweiligen Gruppenregeln vertraut gemacht. In Form eines Betreuungsvertrages erklären sie sich mit diesen Regelungen grundsätzlich einverstanden. In der Wohngruppe Lela gibt es eine grundlegende, für alle gültige Regel:
„Gewalt in jeder Form ist verboten“.
Grundsätzlich wird keine Aktion, die Gewalt beinhaltet (physisch, psychisch, verbal …), ignoriert oder übergangen

Arbeit mit Angehörigen
Bei ihrer Arbeit mit den Jugendlichen sich s die Mitarbeitenden bewusst, dass die nahen Angehörigen die wichtigsten und prägendsten Menschen für die Heranwachsenden sind. Jugendhilfe kann nie die Familie ersetzen. Die Familie bleibt lebenslang von großer Bedeutung. Dies ist als Grundhaltung von den Mitarbeitenden zu beachten.
Grundsätzlich haben die Angehörigen das Recht, informiert zu werden und auch wichtige Entscheidungen für ihr Kind zu treffen. Daraus ergibt sich in der Regel ein häufiger Kontakt zwischen Mitarbeitenden und Angehörigen. Neben kurzen telefonischen Absprachen, finden je nach Bedarf Einzel- oder Familiengespräche statt. Besuche in der Wohngruppe und im elterlichen Haushalt bieten den Angehörigen und den Jugendlichen die Möglichkeit, neue Verhaltensweisen im Umgang miteinander zu erproben.

Partizipation
Die Mitwirkung der sich in der Einrichtung befindenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist unabdingbar. Dabei soll die Selbstständigkeit er Einzelnen wie auch das Einüben demokratischer Verfahrensweisen benötigt werden.
Zu den Beteiligungsmöglichkeiten für die Jugendlichen gehören:
• Regelmäßige Gruppengespräche
• Teilnahme am Kinder und Jugendparlament
• Jährlich stattfindende Partizipationswochenenden
• Beteiligung am Bewerbungsverfahren neuer Mitarbeiter_innen
• Beteiligung von Eltern und Jugendlichen an der Erstellung von Hilfeplanvorberichten