Das spezifische Regelwerk

Neben dem für die Wohngruppe geltenden Regelkatalog wird bei der Aufnahme ein auf das Krankheitsbild abgestimmter individueller Regelkatalog vereinbart. Dieser beinhaltet z. B. Vereinbarungen zur Gestaltung der Essenssituation, die verbindliche Teilnahme an Therapie und Schule, Vereinbarungen zur Gestaltung von Wiegesituationen (wird von der Ambulanz der Klinik durchgeführt), der Umgang mit Süßstoffen und Abführmitteln, der Verbot des Hortens von Lebensmitteln und damit verbundene Zimmerkontrollen, Ruhezeiten, ein in der Wohngruppe zu haltendes Mindestgewicht, ein Zielgewicht und weitere auf das Störungsbild abgestimmte Verhaltensregeln.

In den verschriftlichten Gruppenregeln sind die wichtigsten Vereinbarungen über Rechte und Pflichten aufgestellt. Während des Aufnahmeverfahrens werden die Jugendlichen mit den jeweiligen Gruppenregeln vertraut gemacht. In Form eines Betreuungsvertrages erklären sie sich mit diesen Regelungen grundsätzlich einverstanden.

Sie helfen den Jugendlichen, Verlässlichkeit zu erfahren und auch selbst verlässlich zu sein. Die Mitwirkung der Jugendlichen am Gruppenleben ist durch die „Gruppendienste“ geregelt. Durch die Dienste können Jugendliche hauswirtschaftliche Tätigkeiten kennen lernen und/oder einüben, die der Verselbständigung dienen.