Unsere Arbeit

Ambergweg

Unsere Arbeit

Die Jugendlichen und die Betreuer leben in der Jugendwohngruppe ähnlich einer Familie zusammen. Die Hauptarbeit besteht im Kontakt mit den Jugendlichen, den Gesprächen und gemeinsamen Aktionen. Viel Zeit mit ihnen zu verbringen ist wichtig, um sie besser einzuschätzen und kennenlernen zu können. Den Hauptteil unserer Arbeit verbringen wir in der Gruppe, um mit den Bewohnern den Tagesablauf zu gestalten. Wir können so soziale Kompetenzen sowie lebenspraktische Abläufe einüben und über die Belange der Jugendlichen reden.
Miteinander leben muss neben den genannten Aspekten auch Vertrauen beinhalten. Es gehört zum Gruppenalltag, den wir Mitarbeiter in der Regel alleine bewältigen, dass sowohl Einkäufe erledigt als auch Außentermine wahrgenommen werden müssen. In einer Wohngruppe die auch auf das Ziel Verselbständigung hinarbeitet, verbringen die Jugendlichen Zeit alleine in der Gruppe. Dies ist auch ein pädagogisches Mittel, Verhalten und Gruppendynamik kennen zu lernen und mit den Mädchen und Jungen Handlungsstrategien zu erarbeiten. Sie sollen lernen, Konflikte ohne den Eingriff eines Pädagogen zu bewältigen.

Elternarbeit

Die Zusammenarbeit mit den Eltern/Sorgeberechtigten der bei uns lebenden Jugendlichen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Der Umfang der Zusammenarbeit wir individuell in Absprache mit allen Beteiligten (Jugendlicher, Sorgeberechtigter, Wohngruppe und Jugendamt) abgestimmt. Besonders wichtig ist hier die Perspektive (Verselbständigung in eine Wohnung oder zurück in die Herkunftsfamilie) des Jugendlichen.
Die Art der Zusammenarbeit reicht von Info-Telefonaten/-E-Mails bis zu persönlichen Gesprächen und gemeinsam wahrgenommenen Terminen (Schule, Arbeitgeber).
Der/die jeweilige BezugsbetreuerIn ist für die Ausgestaltung der Elternarbeit verantwortlich.

BezugsbetreuerIn

Jeder neue Jugendliche wird von einem Mitarbeiter sowie einem Ko-Bezugsbetreuer aus dem Team besonders vertreten. Er kümmert sich um Kontakte zu den Eltern, zum Jugendamt oder zur Schule. Er bereitet die Geburtstagsfeier vor und plant das Jubiläum. Ferner übernimmt er die Aktenführung und erledigt den anfallenden Schriftverkehr. Der Bezugsbetreuer ist für den Jugendlichen der Bezugspunkt, der Gespräche mit ihm führt oder Einzelaktivitäten wahrnimmt. So kann eine konstante Beziehung aufgebaut werden, die zu einer emotionalen Sicherheit führt.

Schule

Die Schule ist für die Jugendlichen ein wichtiger Lebensbereich. Eine Zusammenarbeit zwischen der Jugendwohngruppe und der Schule ist ein wichtiger Baustein, um zielorientiert arbeiten zu können.

• Gespräche - persönliche Kontakte stiften Vertrauen
• Teilnahme an Elternsprechtagen
• Begleitung der Jugendlichen bei Klassenkonferenzen
• Hausaufgabenhefte
• Hausaufgabenkontrolle
• Nachhilfe (Lernstrategien vermitteln, Motivation/Spaß, Erfolgserlebnisse)
• Informationen über weitere Möglichkeiten (VHS, Berufskolleg)

Berufswahl

Auch hier unterstützen wir die Mädchen und Jungen in den verschiedensten Bereichen.

• Termine Agentur für Arbeit
• Berufsvorbereitende Maßnahmen
• Entwicklung einer Berufsperspektive
• Unterstützung beim Schreiben der Bewerbung und des Lebenslaufes
• Begleitung bei der Auswahl und Suche von Praktika

Gruppenregeln

In unsrer Wohngruppe gibt es festgeschriebene Regeln die für alle Bewohner verbindliche sind. Sie helfen, das Leben in der Gruppe zu strukturieren und sich in der Anfangszeit zu orientieren.
Die Ausgangs- und Bettgehzeiten sind nach dem Alter gestaffelt.

Partizipation

Die Mädchen und Jungen in unserer Wohngruppe können das Gruppenleben aktiv mitgestalten. Im einmal in der Woche (Mittwoch) stattfindenden Gruppengespräch, bringen die Jugendlichen und die Betreuer Themen ein. Wir diskutieren die Situation in der Gruppe, neue und alte Regeln und versuchen in schwierigen Fragen einen Konsens zu finden. Zweimal im Jahr findet ein großes Gruppengespräch mit allen Betreuern statt.
Einmal im Jahr findet das Partizipationswochendende statt. Aus jeder Wohngruppe nehmen zwei Jugendliche und zwei Betreuer sowie die Heimleitung und die Bereichsleitungen teil. Dort werden Themen besprochen die für die Jugendlichen und Betreuer gleichermaßen zum Gruppenalltag gehören und wichtig sind. Alle Beteiligten nehmen sich dort die Zeit intensiv über verschiedenste Themenbereiche zu sprechen. Jeder findet Gehör und kann seine Belange und die seiner Gruppe vortragen. Diese seit langem bestehende Tradition Overdycks schafft Verbindlichkeit und fördert den Zusammenhalt und auch die Gemeinschaft.
Die Jugendlichen haben bei uns in der Gruppe die Möglichkeit in einem Antragsbuch Wünsche, Fragen und Ideen an die Mitarbeiter weiter zu leiten. Im Teamgespräch am Mittwoch sprechen wir dann über die Anträge.

Ansprechpartner

Christian Brück

Gruppenleitung

Tel:  0234-89087643
Fax: 0234-89087644