Von West nach Ost

Ambergweg

2. Mai 2017

Wohngruppe Ambergweg ist in Langendreer angekommen und öffnet die Türen

Da bei Overdyck viele Wohngruppen einfach nach Ihrer Anschrift benannt sind, bedeutete der Umzug der Einrichtung an der Sudholzstraße zum Ambergweg nicht nur den Transport von Möbeln und den Bezug eines neuen Hauses, sondern eben auch eine neue Bezeichnung. „Der Ambergweg“ ist jetzt in Bochum-Langendreer zuhause, mitten im Stadtteil, mitten im Leben. Bei einem Tag der offenen Tür hat er sich jetzt dem Jugendamt präsentiert.

Vom Westen der Stadt in den Osten – diesen Schritt bereut niemand. Weder die sieben Mitarbeiter, noch die zehn betreuten Jugendlichen, die aus verschiedenen Gründen nicht bei ihren Familien leben können. Sechs von ihnen haben den Umzug mitgemacht, vier sind erst in Langendreer neu hinzugekommen.

„Es herrschte eine echte Euphorie“, erinnert sich Gruppenleiter Christian Brück an die Wochen vor dem Aufbruch. Das Haus an der Sudholzstraße hatte Overdyck 31 Jahre lang genutzt, es war die älteste Gruppe der Ev. Stiftung. Es gab dort zu wenige Einzelzimmer und mit den Brandschutzauflagen wurde es problematisch. Nach sieben Jahren Suche nach einer Alternative, versprach der Vermieter des roten Hauses in Langendreer einen Umbau nach den Wünschen der Gruppe, man wurde sich schnell einig und die Arbeiten konnten beginnen. Die Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren freuten sich auf ihre Einzelzimmer, mehr Bäder für weniger Wartezeit morgens und abends und eine bessere Verkehrsanbindung. Die Mitarbeiter erwartete ein eigenes Schlafzimmer statt eines improvisierten Nachtlagers im Büro.

Der Umzug in das 280 Quadratmeter große Gebäude inklusive neuem Anbau erfolgte im Oktober 2016. Im Januar 2017 lud die Gruppe ihre neuen Nachbarn zum Kaffeetrinken ein, immerhin 19 folgten dem Aufruf – und waren über die Gestaltung des Hauses überrascht. „Wir wohnen hier ganz normal und sind eigentlich auch gar nicht laut“, betont Einrichtungsleiter Christian Brück lachend. Die jüngste Einladung an das Jugendamt ist ein weiterer Schritt, um im neuen Zuhause anzukommen.

Das Besondere am Ambergweg sind die drei Appartements im Obergeschoss, in denen Jugendliche wohnen, die auf dem Weg in eigene vier Wände sind und dort zunächst selbständiger werden. „Dieser Zwischenschritt ist den meisten sehr wichtig“, sagt Brück. Betreut werden die Appartements von Overdycks Ambulantem Dienst.

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