Seit zwei Jahrhunderten in diakonischer Tradition

200 Jahre Ev. Stiftung Overdyck
Oberbürgermeister Thomas Eiskirch überreicht Einrichtungsleiterin Petra Hiller ein um eine Hinweistafel ergänztes Straßenschild „Overdycker Straße“.

17. Januar 2019

Festakt zum 200-jährigen Bestehen der Ev. Stiftung Overdyck. Grußwort von Ministerpräsident Armin Laschet

Mit einem Festakt im Anneliese Brost Musikforum Ruhr wurde das 200-jährige Bestehen der Ev. Stiftung Overdyck gefeiert. Zu den zahlreichen Gratulanten zählten unter anderem Ministerpräsident Armin Laschet, Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Landtags-Vizepräsidentin Carina Gödecke und Jens Koch, Geschäftsführer der Diakonie Ruhr.

In ihrer Begrüßung zeigte sich Petra Hiller, Leiterin der Ev. Stiftung Overdyck, hocherfreut über den prominenten Besuch aus Düsseldorf: „Wir sind ausgesprochen stolz, dass Sie, Herr Ministerpräsident, hier ein Grußwort sprechen.“ Das nutzte Armin Laschet auch gleich, um die Leistungen der Ev. Stiftung Overdyck zu würdigen: „200 Jahre Overdyck sind zwei Jahrhunderte beeindruckendes Engagement für Kinder und Jugendliche in der Region, mit viel Herz und Sachverstand.“

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident betonte auch das christliche Selbstverständnis, mit dem Graf Adalbert von der Recke-Volmerstein im Jahr 1819 die damalige „Rettungsherberge für arme Waisen“ gegründet hatte: „Eine großartige Tat, die eins zu eins die Metalität im Ruhrgebiet widerspiegelt: Hier achtet man auf einander, schätzt sich über gesellschaftliche Grenzen hinweg und hält zusammen.“ Genau das tue die Ev. Stiftung Overdyck mit ihren vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien auch heute noch vorbildlich, so Armin Laschet weiter.

Über seine ganz persönliche Verbindung zu Overdyck wusste Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch zu berichten. Er absolvierte in den 1990er Jahren den Zivildienst in der Einrichtung. Es sei eine ganz besondere Etappe in seinem Leben gewesen, die ihn mitgeprägt habe. „Die Namen der von mir damals betreuten Kinder kann ich fast alle immer noch aufzählen“, so Thomas Eiskirch.

Er verwies auf die Bedeutung der Ev. Stiftung Overdyck für Bochum: „Sie ist sehr wichtig für die soziale Infrastruktur unserer Stadt.“ Overdyck sei ein überaus verlässlicher Partner und mit der Vielzahl von Einrichtungen Bochums größter Träger der Jugendhilfe. Dem wollte Thomas Eiskirch auch mit seinem Geschenk Rechnung tragen. In Kürze erhält die Overdycker Straße ein neues, zweiteiliges Straßenschild. Unter dem eigentlichen Straßenschild informiert dann ein Zusatzschild die Menschen über den Namen Overdyck und die damit verbundene Geschichte.

Die Idee dazu stammte von Dr. Hans H. Hanke, der nicht nur die Jubiläumsschrift verfasst hatte, sondern als Festredner die Zuhörer mit auf einen „Spaziergang durch die Overdyck-Geschichte“ nahm. In seinem gleichermaßen informativen und kurzweiligen Beitrag blickte der Historiker auf die beschwerlichen Anfänge und ersten Jahrzehnte zurück. Ebenso intensiv behandelte er die Zeit des Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit.

„200 Jahre Evangelische Stiftung Overdyck – das ist wirklich etwas ganz Besonderes“, sagte Jens Koch, der als Geschäftsführer der Diakonie Ruhr zu den Gratulanten zählte. „Es gibt kaum eine diakonische Einrichtung mit solch einer Tradition.“ Verbunden sind die Ev. Stiftung Overdyck und die Diakonie Ruhr durch ihre enge Zusammenarbeit.

Jens Koch hob in seiner Ansprache die Leistung der Overdyck-Mitarbeitenden hervor und dankte ihnen für ihre Arbeit und ihren Einsatz. Darin zeige sich bei allem Wandel, der in den letzten 200 Jahren im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe stattfand, die Tradition christlicher Nächstenliebe.

Zurück zur vorherigen Seite

Bilderstrecke: Impressionen vom Festempfang

200 Jahre Ev. Stiftung Overdyck 200 Jahre Ev. Stiftung Overdyck 200 Jahre Ev. Stiftung Overdyck 200 Jahre Ev. Stiftung Overdyck