Panorama – Fahrt durchs Ruhrgebiet

BUS

6. November 2019

Eine ganz besondere Ferienaktion der Stiftung Overdyck fand am 08. August statt: Im Cabrio-Doppeldecker Bus durften 60 Jugendliche und Mitarbeiter Sehenswürdigkeiten des Ruhrgebietes aus einer neuen Perspektive kennenlernen. Bei strahlendem Sonnenschein startete die Fahrt am Bochumer Hauptbahnhof und führte zunächst an einigen Bochumer Besonderheiten wie dem Vonovia Ruhrstadion und dem Planetarium vorbei.

Die weitere Fahrt zum ersten Halt war schon ein Erlebnis für sich und führte bei offenem Dach über die Autobahn nach Herten bis auf die Halde Hoheward. Von der dritthöchsten Halde des Ruhrgebietes bot sich ein besonderer Ausblick auf die umliegenden Städte und Landschaften. Die `Reiseleitung´ sorgte mit Informationen und Anekdoten dafür, dass auch in den Sommerferien die Bildung nicht zur kurz kam. So wurde auch erklärt, was die großen Bögen auf der Halde darstellen, die vielen als Landmarke des Ruhrgebietes bekannt sind. Es handelt sich um ein Horizontobservatorium, das jedoch leider nicht als solches genutzt werden kann: Bereits kurz nach der Eröffnung des 2,5 Mio. Euro teuren Observatoriums entstand ein Riss an einem der Rohre, was seitdem zu einer Sperrung aus Gründen der Sicherheit der Besucher und zusätzlichen Abstützungen führte. Noch heute streiten sich Bauherr und die ausführende Baufirma über Gutachter, ob es sich um einen Materialschaden oder einen Planungsfehler handelt.

Das Highlight des Tages war ganz klar der Besuch im Trainingsbergwerk Recklinghausen, wo die Gruppe zunächst mit Schutzkleidung und Helmen ausgestattet wurde. Geführt von echten Bergleuten ging es dann unter Tage, wo vielfältige Einblicke in den Alltag der Kumpels ermöglicht wurden. Auch Mitmachen war erlaubt: So konnte an einzelnen Maschinen selbst Hand angelegt und die Lautstärke der Förderbänder miterlebt werden. Bei dieser Entdeckungstour im Bergbau hatten sowohl Jugendliche als auch Mitarbeiter großes Interesse und sehr viel Spaß.

Die letzte Wegstrecke führte die Gruppe zum Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen. Bei diesem Stück Industriegeschichte vereinen sich einige Superlative: So war es einst die größte und leistungsstärkste Steinkohlenzeche der Welt und die größte Zentralkokerei Europas. Durch die Rundfahrt mit dem Bus um die Anlage wurde ihre beeindruckende Größe deutlich.

Das Resümee des Tages war klar: Die eigene Heimat wie ein Tourist auf Panoramafahrt zu erleben, hat einen besonderen Reiz und wurde von allen Teilnehmern als gelungener Ausflug bewertet. Altbekanntes wurde neu entdeckt, und viele Einblicke in die reiche Geschichte des Ruhrgebietes konnten gewonnen werden.

Ein Dank geht an Ruhrgebiet Stadtrundfahrten und das Trainingsbergwerg Recklinghausen für den erlebnisreichen Tag!

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