Über uns

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Evangelische Stiftung Overdyck

Gemeinsam. Perspektiven. Schaffen.

Wir sind eine Jugendhilfeeinrichtung in Bochum und betreuen über 300 Kinder, Jugendliche und deren Familien.

Wir stehen für Zuverlässigkeit und Flexibilität und ganz besonders für Beteiligung.

Hier finden Sie...

Ihre Ansprechpartner*innen

Unser Leitbild

Unsere Geschichte

Förderverein

Ihre Ansprechpartner*innen

Sekretariat

0234 970478-0
0234 970478-66

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Stefan Wutzke

Einrichtungsleitung

0234 970478-17

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Susanne Trappe

Bereichsleitung

0234-970478-12

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Jannine Düding

Bereichsleitung

0234970478114

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Tobias Kellner

Bereichsleitung

0234 970478-15

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Carola Wehrle

Bereichsleitung

0234 970478-13

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Petra Hiller

Vorstand

0234-970478-11

Unser Leitbild

Christliche Tradition und religiöse Vielfalt

Die Ev. Stiftung Overdyck ist ihrer christlichen Tradition seit der Gründung durch den Grafen Adalbert von der Recke im Jahre 1819 verpflichtet. Heute arbeiten bei uns Menschen verschiedener Glaubensprägungen. Dies trifft gleichermaßen auf die Kinder, Jugendlichen und deren Familien zu, die wir betreuen. Wir verstehen dies als ein erfreuliches Merkmal religiöser Vielfalt.

Wir fördern und stärken die Sprachfähigkeit über Glaubensfragen und ein gelingendes Leben durch einen lebendigen Diskurs. Dies gehört unserer nach unserer Auffassung nicht in Sondersituationen, sondern in das alltägliche Leben.

Wir sind arbeiten zugewandt, annehmend und Halt gebend im Umgang mit den von uns betreuenden Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien

Inklusion

Wir gestalten unsere Angebote inklusiv und partizipativ. Dabei ist das Wohl der von uns betreuten Kinder und Jugendlichen leitend.

Gestaltung von Beziehungen

Wir sind verlässliche Erziehungspartner*innen. In der Pädagogik ist die Gestaltung von Beziehungen von besonderer Bedeutung. Die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen sollen die Möglichkeit haben, Erwachsene als verlässliche Beziehungspartner zu erleben. Für die Pädagog*innen bedeutet dies auch, die Spannung zwischen Nähe und Distanz kontinuierlich zu reflektieren und trotz aller Vertrautheit und Nähe die Beziehungen professionell zu gestalten.

Partizipation

Wir arbeiten partizipativ und beteiligen, die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien. Dazu gestalten wir einen kontinuierlichen Prozess des Aushandelns und Verhandelns, um zu gemeinsamen Vereinbarungen und zum Setzen von Zielen zu kommen. Dies ist nur dann möglich, wenn wir unser Gegenüber als Menschen mit einer eigenen Geschichte, eigenen Wünschen, Vorstellungen und Plänen für ihr weiteres Leben ernst nehmen und wir sie nicht zu Objekten unseres pädagogischen Handelns machen.

Macht

Im Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern bzw. Jugendlichen ist zudem das Machtgefälle von großer Bedeutung. Wir sind uns der besonderen Verantwortung bewusst, die damit verbunden ist. Dieses Bewusstsein beinhaltet das Wissen um mögliche Gefahren des Machtmissbrauchs ebenso wie den Schutzaspekt gegenüber dem Schwächeren. Kinder und Jugendliche benötigen die Erwachsenen gerade auch deshalb, damit diese ihnen Halt und Orientierung geben. Die dazu erforderlichen Entscheidungen müssen für die Kinder und Jugendlichen nachvollziehbar und durch die Pädagog*innen begründbar sein.

Kinderschutz

Wir engagieren uns im Sinne des Kinderschutzes für die Rechte und für Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie gegen sexuelle Misshandlung und Gewalt.

Demokratische Werte

Wir fördern und unterstützen die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen in ihrem Demokratieverständnis durch die Vermittlung demokratischer Werte. Dazu nehmen wir einen diversitätssensiblen, macht- und herrschaftskritischen Blick ein.

Individualität der Hilfen

Mit einer differenzierten Angebotsstruktur gestalten wir unsere Leistungen individuell an den unterschiedlichen Hilfebedarfen der Einzelnen. Zu dieser fachlichen Arbeit gehört neben der Entwicklung neuer Angebote auch die Einbeziehung und Gestaltung der lebensgeschichtlich gewachsenen Bezugssysteme der Kinder und Jugendlichen.

Verschiedene Kulturen und Nationalitäten

Wir betreuen Kinder und Jugendliche und beschäftigen Mitarbeitende unterschiedlicher Kulturen und Nationalitäten. Die wechselseitigen Anregungen aber auch Spannungen der jeweiligen kulturellen Hintergründe sowohl zwischen den Kindern und Jugendlichen als auch zwischen Jugendlichen und Mitarbeitenden beachten wir, d. h., Besonderheiten z. B. in Fragen der Religion, der Ernährung und eine notwendige muttersprachliche Verständigung sind angemessen zu berücksichtigen.

Elternbeteiligung

Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für ihre Kinder und wir können und wollen Eltern nie in unserer pädagogischen Arbeit ersetzen. Die Zusammenarbeit mit Eltern bzw. Sorgeberechtigten ist ein unabdingbarer Bestandteil unserer Arbeit, um die Entwicklungsbedarfe und Entwicklungspotentiale ihres Kindes erfolgreich zu fördern. Wir gestalten Absprachen individuell mit allen Beteiligten: Eltern/Sorgeberechtigte, Kinder/Jugendliche, Jugendamt.

Bildung

Wir verstehen unseren pädagogischen Auftrag auch als Erziehungs- und Bildungsauftrag. Wir unterstützen die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen bei schulischen oder beruflichen Belangen, fördern ihre Selbständigkeit bzw. ihre Verselbständigung sowie ihre moralische Handlungskompetenz und ihr Vermögen zur Selbstreflexion.

Unsere Geschichte

Die Ev. Stiftung Overdyck ist die älteste diakonische Einrichtung in Bochum. Sie wurde 1819 vom Grafen von der Recke-Volmerstein gegründet.

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Adalbert von der Recke-Volmerstein wurde 1791 geboren. Während der napoleonischen Kriege waren ihm die vielen streunenden und bettelnden Kinder der Region aufgefallen, und er nahm schon 1816 einige von ihnen in das Schloss seines Vaters auf. Am Abend des 19. Nov. 1819 zog von der Recke mit drei Kindern, die er schon länger versorgt hatte, feierlich in die Räume der ehemaligen Freischule.

Ein Jahr später waren es schon 49 Kinder. Als das Haus in Overdyck zu klein wurde, erwarb von der Recke das Düsselthaler Trapistenkloster, um dort weitere Waisen, Verbrecher-, Landstraßenkinder zu retten. Von der Recke zog mit den älteren Jungen 1822 nach Düsselthal und ließ 24 jüngere unter der Aufsicht seines Vaters in Overdyck zurück. Bis zum Jahr 1893 blieben beide Anstalten unter einer Leitung. Vom Jahre 1816 bis Ende 1845 wurden in den Rettungsanstalten zu Overdyck und Düsselthal 713 Knaben und 196 Mädchen aufgenommen.

In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts war Overdyck die einzige Erziehungsanstalt Westfalens, die vagabundierende Kinder aufnahm.

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Kinder und Jugendliche kamen Mitte des 19. Jahrhunderts aus strafrechtlichen Gründen oder wegen Verwahrlosung und Streunens in Erziehungsheime. Die Armenkommission brachte auch auf Antrag der Eltern oder Vormünder schwierige Kinder unter.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Anstaltserziehung bestimmt durch die Auffassung, dass den gefallenen Kindern durch Gebet, Zucht und Ordnung, vor allem aber durch Arbeit wieder auf den rechten Weg zu helfen sei. So waren die ersten Erzieher vielfach Handwerker, die meist ohne jede pädagogische Vorbildung in den Anstalten eingesetzt wurden. In Overdyck wurden nur schulpflichtige Kinder aufgenommen, die in der heimeigenen Schule unterrichtet wurden und daneben landwirtschaftliche Arbeiten verrichteten.

Es war nicht ungewöhnlich, dass in Overdyck manchmal über 100 Kinder zu versorgen waren. Entstehende Versorgungsschwierigkeiten konnten nur mit Hilfe der Stadt Bochum gelöst werden. Die Erträge der heimeigenen Landwirtschaft mussten teilweise veräußert werden, damit wichtige Anschaffungen getätigt werden konnten.

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Overdyck musste 1933 die heimeigene Schule schließen. In öffentlichen Schulen sollte die entsprechende politische Bildung gesichert werden. Die Kinder wurden in den folgenden Jahren zum Teil einfach aus dem Heim heraus in bestimmten Familien untergebracht, um nach den Lehren der Nationalsozialisten erzogen zu werden.

66 Kinder Overdycks wurden am 23.08.1943 nach Pommern evakuiert und kehrten erst im Mai 1946 zurück. Overdyck arbeitete noch bis weit in die 60iger Jahre ausschließlich mit schulpflichtigen Kindern. Die Kinder wechselten in andere Einrichtungen, sobald sie zu arbeiten begannen. In den 70iger Jahren gab es dann auch Jugendliche, die ihre Ausbildung auf dem freien Arbeitsmarkt absolvierten und ihre Heimat in Overdyck behielten.

Die stärkere Öffnung der Heime nach außen war eine war eine Konsequenz der Skandale der 50er- und 60er- sowie den Heimkampagnen der 70er-Jahre. So wurde z.B. 1975 der heimeigene Kindergarten in Overdyck geschlossen, damit die Kinder in den umliegenden öffentlichen Kindergärten integriert werden konnten. Großheime wurden differenziert oder durch Kleinheime und Außenwohngruppen ergänzt. So ist Overdyck heute eine dezentrale Einrichtung.

Förderverein

1989 wurde unser Förderverein gegründet. Seine Mitglieder garantieren, dass die zur Verfügung gestellten Mittel direkt den Kindern und Jugendlichen der Einrichtung zugute kommen.

Der Förderverein unterstützt unsere Arbeit ideell und materiell. Schwerpunkte liegen in der pädagogischen Einzelförderung und der Förderung von Gruppenaktivitäten.

Spendenkonto

Förderverein Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Ev. Stiftung Overdyck e. V.
IBAN: DE 87430500010046310207
BIC: WELADED1BOC

Wir fördern...

  • Verschiedene Aktivitäten zur Stärkung des Selbstwertgefühls und Körpererfahrung (z. B. Selbstverteidigung für Mädchen)
  • Musikalische Einzelförderung
  • Förderung des Nachhilfeunterrichts
  • Hilfe bei der beruflichen Ausbildung (Stellensuche, Berufsbekleidung u. ä.)
  • Unterstützung bei der Realisierung von Projekten der Jugendlichen (Fotodesign, Wettbewerb u. a.)
  • Gestaltung des Wohnumfeldes (im Einzelfall Hilfe bei der Erstausstattung der Wohnung von Jugendlichen)
  • Ferienmaßnahmen, Klassenfahrten, Wochenendfreizeiten der Gruppen, Feste für die Kinder und Jugendlichen

Und anderes, das von BetreuerInnen und Förderkreis für einzelne Jugendliche oder für eine Gruppe als fördernd bzw. stabilisierend beurteilt wird (z. B. zinslose Kredite u. a.)