Beteiligung

Partizipation, Beteiligung und Mitbestimmung sind Grundpfeiler unserer Arbeit. Wir arbeiten täglich daran, dies bestmöglich umzusetzen. Erfahren Sie mehr zu...

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Elternbeteiligung

Beteiligung von Mitarbeitenden

Umgang mit Beschwerden

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Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Wir beteiligen die von uns betreuten Kinder und Jugendlichen auf vielfältige Weise.

1. Beteiligungsseminare

Seit 1999 führen wir einmal jährlich Beteiligungsseminare im stationären Bereich durch. Damit möchten wir sicherstellen, dass die Kinder und Jugendlichen unsere Einrichtung mit gestalten. TeilnehmerInnen der Beteiligungsseminare sind je zwei Jugendliche und zwei MitarbeiterInnen aus den stationären Wohngruppen und die Heimleitung. Inhalt der zweitägigen Veranstaltungen ist zum Beispiel eine Bestandsaufnahme des geschriebenen und ungeschriebenen Regelkataloges aller Wohngruppen.

Seit einigen Jahren finden getrennt davon auch Beteiligungsseminare für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ambulant betreut werden, statt.

2. Kinder- und Jugendparlament

Im Rahmen des Beteiligungsseminars 2014 wurde gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen beschlossen, ein Kinder- und Jugendparlament zu gründen. Je zwei Kinder- und Jugendvertreter aller Gruppen treffen sich viermal im Jahr mit der Einrichtungsleitung, um zum Beispiel über die Ausgestaltung des Sommerfestes, die unterschiedlichen Lebensbedingungen in den Wohngruppen, Konflikte in der Einrichtung und Verteilung von Spenden zu sprechen.

3. Grundrechte-Katalog für Kinder und Jugendliche

Die Kinder und Mitarbeiter der Kindergruppen haben 2014 gemeinsam einen Grundrechte-Katalog entwickelt. Zukünftig wird jedes Kind bei der Aufnahme einen solchen Katalog erhalten.

4. Einstellungsverfahren von pädagogischen Mitarbeiter*innen

Vertreter der Jugendlichen nehmen an Einstellungsverfahren von pädagogischen Mitarbeiter*innen teil. Kinder werden im Rahmen der Hospitationen von Bewerber*innen zu ihrer Einschätzung befragt.

5. Gruppengespräche

Gruppengespräche sind in allen Wohngruppen fester Bestandteil des Gruppenlebens. Dort werden Regeln und Aktivitäten zusammen mit den Mitarbeiter*innen vereinbart. Zeitgleich können dort Konflikte des gemeinsamen Alltags miteinander besprochen und gelöst werden. Eine besondere Form der Gruppengespräche sind Gerechte Gemeinschaften.

6. Gerechte Gemeinschaften

Einige Jugendwohngruppen führen regelmäßig Sitzungen nach der Methode der „Gerechten Gemeinschaften“ durch. In diesem Rahmen sprechen alle Jugendlichen und das gesamte Betreuer*innen-Team halbjährlich in einem gemeinsamen Treffen Themen, die in der Gruppe zu Unklarheiten oder Konflikten führen oder um bestimmte Regeln oder Abläufe neu zu besprechen oder auszuhandeln.

Diese Gerechten Gemeinschaften finden unter der Begleitung gruppenexterner Moderatoren statt. Das sind Mitarbeiter*innen anderer Wohngruppen, die als Moderatoren besonders ausgebildet sind. Die Grundprinzipien sind, dass alle Teilnehmer ihre Meinung sagen dürfen, dass jeder eine Stimme hat (Jugendliche wie Mitarbeiter*innen) und dass es am Ende ein Ergebnis gibt, welches von allen akzeptiert und getragen werden kann. Die Ergebnisse aus den Gerechten Gemeinschaften haben bisher in den Gruppen von allen Beteiligten eine sehr hohe Akzeptanz gefunden. Ein Video, welches die Grundprinzipien für Jugendliche erklärt, ist im Folgenden zu sehen.

Kurzfilm Gerechte Gemeinschaften (8:52 min)

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Elternbeteiligung

Eltern sind und bleiben meistens die wichtigsten Bezugspersonen und wir können und wollen Eltern nie in unserer pädagogischen Arbeit ersetzen. Wir wollen mit ihnen gemeinsam gute Entwicklungen für ihre Kinder ermöglichen. Wir wollen Eltern beteiligen unabhängig davon ob sie das komplette Sorgerecht haben oder ob ihnen dieses oder Teile davon entzogen sind. Dies kann ggf. Einfluss auf die Entscheidungsmöglichkeiten der Eltern haben. Wir gestalten Absprachen individuell mit allen Beteiligten: Eltern/Sorgeberechtigte, Kinder/Jugendliche, Jugendamt.

Wie wir Eltern ganz konkret beteiligen

Beteiligung von Mitarbeitenden

Uns ist wichtig, dass sich alle Mitarbeitenden in die (Weiter)Entwicklung der Arbeit eingebunden fühlen und dass Sie Overdyck als einen Arbeitgeber erleben, der sich auch im Ihre Belange kümmert.

Uns ist wichtig, dass Mitarbeitende erleben, dass auch sie selbst in ihren individuellen Bedürfnissen wahrgenommen, in ihren fachlichen, sozialen und persönlichen Kompetenzen gewürdigt und gefördert werden, Leitung den Umgang mit der eigenen Macht angemessen reflektiert und Beteiligung von Mitarbeitenden an der Weiterentwicklung der Einrichtung durch Strukturen gewährleistet wird; z.B. durch transparentes Informationssysteme, klare Aufgabenverteilungen, Partizipationsmöglichkeiten im Rahmen von Arbeitskreisen. Dies ist die Basis für einen zugewandten, annehmenden und Halt gebenden Umgang mit den zu betreuenden Kindern, Jugendlichen und deren Familien.

Umgang mit Beschwerden

Neben der Partizipation von Kindern, Jugendlichen und Eltern ist es uns wichtig, mit Beschwerden und Anregungen in unserer Einrichtung angemessen und aufmerksam umzugehen. Damit sind sowohl Beschwerden von Menschen, die von uns betreut werden, als auch von Kostenträgern und Kooperationspartner gemeint.

Kinder, Jugendliche und Eltern erhalten zu Beginn jeder Betreuungsmaßnahme eine Informationskarte zu unserem internen Beschwerdeweg als auch einen Flyer über die Ombudstelle NRW.

Grundsätzlich kann man sich bei uns sowohl telefonisch als auch schriftlich (per Mail oder Brief) beschweren. Dafür werden Ansprechpartner, Telefonnummer und Adresse genannt.

Wir dokumentieren jede auf Leitungsebene eingehende Beschwerde unter den Aspekten:

  • Beschwerde
  • Verfahren der Bearbeitung
  • Lösung

Die eingegangenen Beschwerden werden jährlich schriftlich ausgewertet und anschließend in Zusammenarbeit von Mitarbeitervertretung und Einrichtungsleitung im Hinblick auf Veränderungsbedarfe gemeinsam diskutiert.